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Biografie

Stefanie Schumacher (*1976, Müllheim bei Freiburg) gilt als gefühlsstarke Interpretin auf dem Akkordeon, was ihre facettenreiche Konzert- und Bühnentätigkeit auszeichnet. Sie zählt zur jüngeren Generation der Akkordeonisten, die sich mit Leidenschaft dem zeitgenössischen Schaffen für ihr Instrument widmen. Zahlreiche Komponisten schrieben für Stefanie Schumacher und im Dialog mit ihr Solowerke, Kammermusik wie auch Orchesterparts, darunter Minas Borboudakis, Viera Janárčeková, Nikolaus Brass, Helga Pogatschar und Moritz Eggert. Dazu kommen zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. der Werke von Peter Michael Hamel, Sidney Corbett und Paul Engel u. a. auf der »Münchener Biennale«. Stefanie Schumacher prägt und erschließt auf diese Weise das aktuelle Musikschaffen für das Akkordeon.

Zentraler Ausgangspunkt für ihre Solo-CD »Unanswered Questions« von 2011 war Janáčeks Zyklus Auf verwachsenem Pfade. Janáček verarbeitet in diesem Werk den frühen Tod seiner Tochter Olga. In der Auseinandersetzung mit dieser Todesthematik entstanden zahlreiche Solowerke, darunter Unbeantwortete Fragen als Titelmotiv von Masha Khotimski, Alpha von Arash Safaian, Empathy von Laurence Traiger u.v.m. Die CD wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen - »ebenso akkurat wie beseelt geglückt« (BR).
2012 folgten Einladungen auf das Festival »Klangspuren Schwaz«, den »Oberstdorfer Musiksommer« und die »Tage der Neuen Musik Bamberg«. »Unglaublich, welche Vitalität, Ausdrucksfülle und Effekte diesem wunderbar atmenden Instrument zu entlocken waren« (FT).

Die kammermusikalischen Projekte Stefanie Schumachers setzen zeitgenössisches Musikschaffen in Zusammenhang zu transkribierten Werken älterer Epochen und zeigen damit jedes Werk in seinem größeren Kontext – so zu hören beim »Kultursommer Nordhessen«, den »Niedersächsischen Musiktagen« und dem »Schwarzwaldmusikfestival«.

Regelmäßige Auftritte mit großen Klangkörpern wie den Münchner Symphonikern, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Münchener Philharmoniker und des BR Symphonieorchesters sowie internationale Konzertreisen nach Österreich, Frankreich, Spanien, Griechenland, Vietnam, Brasilien und in die USA geben ihr ebenso wie ihre Aufführungen mit dem Ensemble Zeitsprung immer wieder neue Impulse für ihre Arbeit mit dem Akkordeon.

In dem interdisziplinären Musiktheaterprojekt Dialoge über die Liebe. Eine Straßenoper wagte sich Stefanie Schumacher auf Neuland und übernahm mit ihrem Instrument eine der vier führenden Rollen auf der Bühne. Aufführungen waren 2004 zur Eröffnung des Goethe-Instituts in Hanoi (Vietnam). Eine TV-Dokumentation des Projektes wurde unter dem Titel The Linking between Asia and Europe von Vietnam Television auf VTV3 gesendet.

Stefanie Schumacher studierte Akkordeon und Klavier am Richard-Strauss-Konservatorium München, vertiefte ihre Akkordeon-Kenntnisse bei Teodoro Anzellotti und schloss mit dem Konzertdiplom der Hochschule der Künste Bern ab. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Hugo Noth, Stefan Hussong und Friedrich Lips.

Auszeichnungen

2012 Bayerischer Kunstförderpreis
2009 Musikstipendium der Stadt München
2003-2006 Stipendiatin bei der Yehudi-Menuhin-Förderung »Live Music Now«

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© 2013 Stefanie Schumacher | Impressum | Fotos: Irina Pasdarca, Bettina Diel | Nach oben springen